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Gegenwart und Zukunft Linde Roggwil

Tiliacor AG

Aus der Einzelfirma Robert u. Regula Merz-Hossli, Arbeits- und Heimgemeinschaft Linde, wurde ab 1. Januar 2008 die Aktiengesellschaft Tiliacor AG. Diese ist somit neue Eigentümerin der 3000 m2 grossen Parzelle an der Dorfstrasse 22 und der darauf auch neu von ihr betriebenen Liegenschaft mit dem Wohn- und Pflegeheim Linde und dem Kurshaus Linde, das weiterhin als Gasthaus für Gruppen und Bildungsveranstaltungen benutzt werden soll.

Auf dieser neuen Grundlage werden nun nach und nach sämtliche Bereiche des Betriebs an die Anforderungen einer nachhaltigen Zukunft angepasst. So übergab das Ehepaar Regula und Robert Merz im Verlauf des Jahres 2009 sukzessive die Heimleitung an den langjährigen Pflegemitarbeiter und bisherigen Stellvertreter der Heimleitung, Pius Baumeler, Jg. 1966. Gemeinsam mit unserer neuen Pflegefachverantwortlichen Regina Zihler, Jg. 1959, konnte damit die Aufrechterhaltung und Weiterführung unseres hohen professionellen Niveaus in Pflege und Betreuung sichergestellt werden. Regula und Robert Merz behalten ihre Wohnung in der Linde und unterstützen das Leitungs- und Mitarbeiter-Team mit einem reduzierten Pensum in den Bereichen Küche, Hauswirtschaft und Verwaltung.

Im Herbst 2009 haben wir unsere Heizung auf die Energiequelle Erdwärme umgestellt. Dazu wurden an sechs Stellen im Garten 220 Meter tiefe Bohrungen für die Erdwärme-Sonden vorgenommen. Die gewonnene Wärme wird in eine neue Haustechnik-Zentrale geleitet, wo das Wasser erwärmt und für die Heizung und den Warmwasserverbrauch gespeichert wird.

Gleichzeitig haben wir einen Teil des 1. Obergeschosses im Westtrakt umgebaut und saniert. Enstanden sind drei schöne grosse helle Zimmer mit modernsten behindertengerechten Sanitäranlagen.

Mit einer Machbarkeitsstudie haben wir letztes Jahr zudem die Möglichkeiten für die Verwirklichung eines Neubau-Erweiterungsprojekts untersucht. Das Projekt hätte einen energietechnisch und strukturell zukunftsorientierten und wegweisenden Erweiterungsbau vorgesehen. In mehreren Schritten sollten dann über einen Zeitraum von 4 - 8 Jahren die drei bisherigen Gebäudeteile schonend und sinnvoll saniert und in das neue Gesamtkonzept einer mehrdimensionalen, auf Flexibilität ausgerichteten Wohn- und Betriebsgemeinschaft eingebunden werden, in der behinderte, kranke und gesunde Menschen in einem ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Umfeld zusammen leben und sich entwickeln können. Aufgrund der gegenwärtig herrschenden wirtschaftlichen Unsicherheit wurden diese Pläne aber vorläufig sistiert.

Da das nötige Geld für einrichtungsmässige und bauliche Erneuerung nicht in ausreichendem Mass aus dem laufenden Betrieb geschöpft werden kann, beschäftigen wir uns mit dem Gedanken, einen Gönnerverein zu gründen, dessen Vermögen dann später einer dannzumal ebenfalls noch zu gründenden Stiftung übertragen werden soll. Diese Stiftung könnte schliesslich als Mehrheitsaktionärin der Tiliacor AG das Weiterbestehen der Linde über mehrere Generationen sicherstellen.

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