Unbenannte Seite

Neue Betten für schöner träumen

Nachdem wir 2004 für unsere Seminargäste neue Bettwäsche angeschafft haben, wurden nun im vergangenen Herbst auch die meisten Betten durch einen einheitlichen Bettentyp ersetzt.

Na ja, wie man sich bettet, so liegt man. Es handelt sich um das Modell Herkules von roviva mit eingebautem stabilo-Lattenrost. Die guten Qualitätsmatratzen, die wir schon hatten, werden ergänzt durch neue Matratzen mit verschieden weichem Liegekomfort.

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Universum im Zentrum des Leibes - das zweite Gehirn

Unser Verdauungstrakt im Bauch wird beherrscht von 100 Millionen Nervenzellen, mehr als im gesamten Rückenmark vorhanden sind.

Das enterische Nervensystem, unser Bauchhirn, produziert Nervenbotenstoffe und psychoaktive Substanzen, etwa Dopamin und Opiate. Es arbeitet autonom und sendet viel mehr Signale zum Kopfhirn, als es von dort empfaengt. Es kann erkranken und eigene Neurosen entwickeln - und es laesst uns intuitiv "aus dem Bauch heraus" entscheiden.

Verblüffend sind auch viele zellbiologische Gleichheiten zwischen Kopf- und Bauchhirn. Wie die Zentrale im Schädel ist auch das Bauchhirn ein Meister der Manipulation und kann einen starken und oft sogar dominanten Einfluss auf das Denkorgan oben und auf unsere Psyche haben.

Die Biodynamik - eine komplementärtherapeutische Methode der Körperpsychotherapie - hat sich dieses Wissens schon seit langem zu Nutzen gemacht, indem sie zum Beispiel versucht, die Reaktionen und Bauchtöne der sogenannten Psychoperistaltik zum Zwecke der Mobilisierung von Selbstheilungs- und Regulationsfunktionen des menschlichen Körpers zu interpretieren und anzuregen.

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Tag der offenen Tür am 7./8. Mai 2010

Wohnheim und Pflegeheim mit gesundem Menschenverstand

Am 7. und 8. Mai (Muttertag) zeigt das Linde-Team den Roggwilerinnen und Roggwilern und der regionalen Öffentlichkeit an zwei Tagen der offenen Tür, wie es sich anfühlt, in einem Haus zu leben und zu arbeiten, das auf der Pflegeheimliste des Kantons steht und doch in vieler Hinsicht anders ist, als man sich einen Standard im Heimwesen gemeinhin so vorstellt.

1983 begann eine kleine Gruppe von Pflegerinnen und Pflegern unter der Leitung des Ehepaars Robert und Regula Merz im damaligen Dorfgasthof Linde das Experiment eines alternativen Wohn- und Pflegeheims. Hier sollten 15 jüngere und ältere Heimbewohner mit ganz verschiedenen Diagnosen zusammen menschenwürdig leben und trotz Krankheit und/oder Behinderung ihre Individualität bewahren können.
Über ein Vierteljahrhundert hinweg hat ein immer wieder sich neu- und weiterentwickelndes Team von bis zu 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dafür gesorgt, dass dieses Experiment zu einem festen Bestandteil der dörflichen Kultur und der sozialen Fürsorge in der Region wurde. Alle paar Jahre erhielten die Räume und de Einrichtungen Erweiterung, Sanierung und Verbesserung. Zuletzt wurden 2009 eine Erdwärme-Heizanlage gebaut und in einem Teilumbau neue Zimmer mit modernsten behindertengerechten Sanitäranlagen geschaffen. In den nächsten Jahren soll mit der Fotovoltaik die Energie-Selbstversorgung sichergestellt werden.
Mitte 2008 ging der Betrieb und die Liegenschaft im Zuge der Nachfolgeregelung in die neugegründete Tiliacor AG über, welche nun als Trägerschaft waltet (tilia (lat.) bedeutet Linde, cor steht für Kern, Herz der Linde).
2010 ging die Heimleitung dann auf den langjährigen Pflegemitarbeiter und inzwischen eidg. dipl. Heimleiter Pius Baumeler über. Ihn hatten 1997 die Grundsätze der Natürlichkeit, der Nachhaltigkeit und der Menschlichkeit davon überzeugt, an diesem Experiment weiterzubauen, trotz oft schwierigen Rahmenbedingungen.
Baumeler: „Alles läuft heute immer mehr auf Standardisierung hinaus, was der Menschlichkeit oft zuwiderläuft. Ich sehe es als grosse Herausforderung, immer wieder den Spagat zwischen Professionalismus und gesundem Menschenverstand zu machen. Denn wir neigen alle zur Bequemlichkeit und möchten die Verantwortung lieber den anderen zuschieben. Oder wir denken, was soll ich mich aufopfern, es ändert ja doch nichts an den misslichen Umständen. Wenn jeder so denkt, kommen wir nicht vorwärts. Deshalb möchte ich versuchen, am Leben der Gesellschaft aktiv teilzunehmen und mit Bereitschaft zur Veränderung an den Anforderungen unserer Zeit arbeiten und wachsen.“
So, wie dies im sozialen Experiment Roggwiler Linde bereits über viele Jahre hinweg praktiziert wird. Das hat auch schon viele Nachahmer gefunden. Das Pflegeheim wurde dadurch zum gefragten ,Nischenprodukt‘ in einem Markt, der von Kategorisierung, Professionalismus und Rendite geprägt ist.
„Unsere Bewohnerinnen und Bewohner schätzen die familiäre Athmosphäre, die unkonventionelle Flexibilität und den Freiraum für ihre persönliche Individualität.“
Am 7. und 8. Mai (Muttertag) möchte das heutige Linde-Team den Roggwilerinnen und Roggwilern und der regionalen Öffentlichkeit an zwei Tagen der offenen Tür zeigen, wie es sich anfühlt, in einem Haus zu leben und zu arbeiten, das zwar auf der Pflegeheimliste des Kantons steht, aber doch in vieler Hinsicht anders ist, als man sich einen Standard im Heimwesen gemeinhin so vorstellt.
Da an diesem Wochenende auch die Roggwiler Gewerbeausstellung FLAIR stattfindet, wird die Bio-Küche der Linde zusammen mit der Bäckerei Zulauf und der Metzgerei Stettler von 10 - 16 Uhr ein faires MaxHavelaar-Frühstück und eine frei zusammensetzbare gesunde Verpflegung anbieten.
„So können wir auch Besucher willkommen heissen, die für den markierten Rundgang durch das Heim und den Lindensaal keine Zeit, keine Lust oder einfach zuwenig Interesse haben. Im Festzelt verweilen und dazu mal richtig biologisch essen und trinken: das ist doch ein tolles Muttertags-Erlebnis für die ganze Familie. D‘Buebe u d‘Manne grille für d‘Froue und Müetter, soll quasi das Motto sein.“
Am Samstag spielt zudem um 14.30 Uhr die Jugendmusik Roggwil auf und am Sonntag um 10.30 Uhr ist das Salonorchester Langenthal zu Gast.

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7./8. Mai 2011

Linde öffnet ihre Türen

Mit dem Frühling öffnet die Linde für alle Einwohner/innen von Roggwil und weitere Interessierte am 7. und 8. Mai ihre Türen.

Vor zwei Jahren übernahm ich die Leitung Pflege im Wohn- und Pflegeheim Linde. Verschiedene Strukturen und Konzepte wurden in dieser Zeit gemeinsam erarbeitet, unter Anderem das Konzept der integrativen aktivierenden Alltagsgestaltung (IAA). Von Pflege wird oft und viel geschrieben, doch auch die Betreuung von Mensch zu Mensch hat - meist ohne benannt zu werden - einen wesentlichen Einfluss auf das gesundheitliche Allgemeinbefinden.
Was unternimmt ein betagter Mensch noch, wenn er im Pflegeheim ist? In der letzten Station seines Lebens angekommen? Viele Verluste erlebt, an mehreren Krankheiten erkrankt? Oftmals von Schmerzen gepeinigt?

Genau hier setzt dieses Konzept an. Es ist ganzheitlich und geht weit über die tägliche Pflege hinaus. Damit werden Ressourcen des Bewohners erfasst und gefördert. An und für sich nichts Neues, werden Sie, liebe Leser/innen nun denken, doch weit gefehlt. In der Linde bekommt dieses Konzept Raum und Zeit, es wird erlebt und gelebt.

Nicht zuletzt aufgrund der übersehbaren Grösse steht ein familiärer Rahmen zur Verfügung. Unsere Bewohner haben jederzeit die Möglichkeit, spontan und immer in Begleitung einer Pflege- und Betreuungsperson das Znacht zu kochen, Wäsche zu bügeln, Pullover zu stricken, Holz zu bearbeiten, Garten zu bewirtschaften, Blumen zu pflegen, Schach zu spielen, spazieren zu gehen, Ausflüge zu unternehmen und vieles mehr. Bei der Betreuung treten Beschwerden und Verluste des Bewohners für kurze Zeit in den Hintergrund.

Nebst der Körperpflege werden die Bereiche der Spiritualität, der Sozialität und der Kultur mitberücksichtigt und gefördert. Mit gutem Gewissen kann ich schreiben, dass in der Linde die Würde jedes einzelnen Menschen geachtet und respektiert wird.

Nun, habe ich sie genug „gluschtig“ gemacht? Dann kommen sie am Samstag oder Sonntag, dem 7./8. Mai in unser Haus und erleben sie unsere lebendige Linde. Ein markierter Rundgang führt Sie durch die verschiedenen Bereiche unseres Heims. Im Lindensaal können Sie sich anhand einer kleinen Ausstellung über die „Pflege gestern und heute“ und über die „Geschichte der Linde“ informieren. Für das leibliche Wohl stehen eine Auswahl an Getränken und Speisen bereit.

Am Samstag spielt ab 11 Uhr die Jugendmusik Roggwil. Am Sonntag um 10.30 Uhr und um 11.30 Uhr das Salonorchester Langenthal. Und von 16 - 17 Uhr das Duo Etienne.
An beiden Tagen bietet die Linde-Küche ein Fairtrade-Frühstück (am Sonntag schon ab 9 Uhr). Die Grill-Köstlichkeiten von Bio-Metzger Stettler („d‘Buebe und d‘Manne grille für d‘Müettere und d‘Froue“) und den Holzofen-Broten der Bäckerei Zulauf steht ein aus weitgehend biologischen Zutaten zusammengestelltes Salatbuffet bereit.
Eine Gelegenheit also, den Muttertag und den Besuch der Flair 11 zu einem schönen Familienerlebnis werden zu lassen.

Regina Zihler, Pflegefachfrau HF

Nützliche Nachrichten

Senioren-Wohngemeinschaft

Eine Alternative zum Pflegeheim

„Wohngemeinschaft statt Pflegeheim." Nach dieser Devise entsteht zur Zeit in einem unscheinbaren Einfamilienhaus in Lengsdorf ein in der Region neuartiges Wohnkonzept für Menschen mit Demenz - familiär und überschaubar.

„Wohngemeinschaft statt Pflegeheim." Nach dieser Devise entsteht zur Zeit in einem unscheinbaren Einfamilienhaus in Lengsdorf ein in der Region neuartiges Wohnkonzept für Menschen mit Demenz - familiär und überschaubar.

Dr. Günther Neuhaus, Facharzt für Chirurgie und Gefäßchirurgie, hat das Projekt initiiert, nachdem er sich seit einiger Zeit intensiv mit dem Thema Demenz auseinander gesetzt hatte. „Meine Motivation war das Wissen, dass man es besser machen kann", sagte Neuhaus, während er gestern durch die frisch renovierten und bezugsfertigen Räume führte. Künftig sollen hier bis zu sechs Personen leben. Die sechs Wohnräume verteilen sich auf das Erdgeschoss und zwei Etagen auf circa 190 Quadratmetern. Jeweils zwei Bewohner teilen sich dabei ein Badezimmer. Die Küche und das Wohnzimmer im Erdgeschoss sowie der kleine Garten werden von allen gemeinsam genutzt. Die Pflege übernimmt der Paritätische Wohlfahrtsverband, der sowohl tags als auch nachts mit Pflegekräften zur Verfügung stehen wird, sagte Alfred Giersberg.

Ziel der Wohngemeinschaft ist es, den Erkrankten ein möglichst normales Leben bieten zu können. Für die Pflegenden heißt das, sich in die Gedankenwelten der Demenzkranken einfühlen zu können und zu lernen, „in ihren Schuhen zu gehen", wie Barbara Lensing-Schlosser erklärt. Sie wird die Pflege vor Ort leiten. „Die Patienten befinden sich in einer eigenen Realität, oft glauben sie, sich in früheren Abschnitten ihres Lebens zu befinden", verdeutlicht sie. Meist gehe dies mit einer gesteigerten Aktivität einher. Dieser könne in der Wohngemeinschaft besser als in einem Heim entsprochen werden, etwa durch gemeinsames Kochen, Spielen, Basteln oder handwerkliche Arbeit im Garten. Eingerichtet werden soll das Haus möglichst mit eigenen Möbeln der Bewohner.

Neuhaus betonte die Vorteile der Wohngemeinschaft: „Den Bedürfnissen demenziell erkrankter Menschen nach Vertrautheit und möglichst selbständiger Alltagsgestaltung kommen kleine Wohneinheiten entgegen". Auch medizinisch seien sie sinnvoll: „Durch die Vermeidung einer Heimunterbringung kann der Krankheitsverlauf positiv beeinflusst werden." Auch die Reduzierung von ruhig stellenden Psychopharmaka könne durch die neue Wohnumgebung erreicht werden.

Der Arzt selbst will in Zukunft möglichst jeden Tag anwesend sein und die Umsetzung des Konzepts überprüfen. Er steht den Bewohnern und Angehörigen dabei sowohl bei ärztlichen Fragen zur Verfügung, fungiert gleichzeitig aber auch als Mittler zwischen ihnen, dem Pflegedienst und dem Vermieter des Hauses.

Die Unterbringung wird laut Neuhaus über die Pflegekasse finanziert. Die genauen Kosten ergeben sich aus denen für den Wohnraum und dem individuellen Bedarf der Bewohner. „Insgesamt wird es im Vergleich zu einem Pflegeheim verständlicherweise teurer", sagte Neuhaus.

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