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Neue Betten für schöner träumen Nachdem wir 2004 für unsere Seminargäste neue Bettwäsche angeschafft haben, wurden nun im vergangenen Herbst auch die meisten Betten durch einen einheitlichen Bettentyp ersetzt. Na ja, wie man sich bettet, so liegt man. Es handelt sich um das Modell Herkules von roviva mit eingebautem stabilo-Lattenrost. Die guten Qualitätsmatratzen, die wir schon hatten, werden ergänzt durch neue Matratzen mit verschieden weichem Liegekomfort. Universum im Zentrum des Leibes - das zweite Gehirn Unser Verdauungstrakt im Bauch wird beherrscht von 100 Millionen Nervenzellen, mehr als im gesamten Rückenmark vorhanden sind. Das enterische Nervensystem, unser Bauchhirn, produziert Nervenbotenstoffe und psychoaktive Substanzen, etwa Dopamin und Opiate. Es arbeitet autonom und sendet viel mehr Signale zum Kopfhirn, als es von dort empfaengt. Es kann erkranken und eigene Neurosen entwickeln - und es laesst uns intuitiv "aus dem Bauch heraus" entscheiden. Verblüffend sind auch viele zellbiologische Gleichheiten zwischen Kopf- und Bauchhirn. Wie die Zentrale im Schädel ist auch das Bauchhirn ein Meister der Manipulation und kann einen starken und oft sogar dominanten Einfluss auf das Denkorgan oben und auf unsere Psyche haben. Die Biodynamik - eine komplementärtherapeutische Methode der Körperpsychotherapie - hat sich dieses Wissens schon seit langem zu Nutzen gemacht, indem sie zum Beispiel versucht, die Reaktionen und Bauchtöne der sogenannten Psychoperistaltik zum Zwecke der Mobilisierung von Selbstheilungs- und Regulationsfunktionen des menschlichen Körpers zu interpretieren und anzuregen. Senioren-Wohngemeinschaft Eine Alternative zum Pflegeheim „Wohngemeinschaft statt Pflegeheim." Nach dieser Devise entsteht zur Zeit in einem unscheinbaren Einfamilienhaus in Lengsdorf ein in der Region neuartiges Wohnkonzept für Menschen mit Demenz - familiär und überschaubar. „Wohngemeinschaft statt Pflegeheim." Nach dieser Devise entsteht zur Zeit in einem unscheinbaren Einfamilienhaus in Lengsdorf ein in der Region neuartiges Wohnkonzept für Menschen mit Demenz - familiär und überschaubar. Dr. Günther Neuhaus, Facharzt für Chirurgie und Gefäßchirurgie, hat das Projekt initiiert, nachdem er sich seit einiger Zeit intensiv mit dem Thema Demenz auseinander gesetzt hatte. „Meine Motivation war das Wissen, dass man es besser machen kann", sagte Neuhaus, während er gestern durch die frisch renovierten und bezugsfertigen Räume führte. Künftig sollen hier bis zu sechs Personen leben. Die sechs Wohnräume verteilen sich auf das Erdgeschoss und zwei Etagen auf circa 190 Quadratmetern. Jeweils zwei Bewohner teilen sich dabei ein Badezimmer. Die Küche und das Wohnzimmer im Erdgeschoss sowie der kleine Garten werden von allen gemeinsam genutzt. Die Pflege übernimmt der Paritätische Wohlfahrtsverband, der sowohl tags als auch nachts mit Pflegekräften zur Verfügung stehen wird, sagte Alfred Giersberg. Ziel der Wohngemeinschaft ist es, den Erkrankten ein möglichst normales Leben bieten zu können. Für die Pflegenden heißt das, sich in die Gedankenwelten der Demenzkranken einfühlen zu können und zu lernen, „in ihren Schuhen zu gehen", wie Barbara Lensing-Schlosser erklärt. Sie wird die Pflege vor Ort leiten. „Die Patienten befinden sich in einer eigenen Realität, oft glauben sie, sich in früheren Abschnitten ihres Lebens zu befinden", verdeutlicht sie. Meist gehe dies mit einer gesteigerten Aktivität einher. Dieser könne in der Wohngemeinschaft besser als in einem Heim entsprochen werden, etwa durch gemeinsames Kochen, Spielen, Basteln oder handwerkliche Arbeit im Garten. Eingerichtet werden soll das Haus möglichst mit eigenen Möbeln der Bewohner. Neuhaus betonte die Vorteile der Wohngemeinschaft: „Den Bedürfnissen demenziell erkrankter Menschen nach Vertrautheit und möglichst selbständiger Alltagsgestaltung kommen kleine Wohneinheiten entgegen". Auch medizinisch seien sie sinnvoll: „Durch die Vermeidung einer Heimunterbringung kann der Krankheitsverlauf positiv beeinflusst werden." Auch die Reduzierung von ruhig stellenden Psychopharmaka könne durch die neue Wohnumgebung erreicht werden. Der Arzt selbst will in Zukunft möglichst jeden Tag anwesend sein und die Umsetzung des Konzepts überprüfen. Er steht den Bewohnern und Angehörigen dabei sowohl bei ärztlichen Fragen zur Verfügung, fungiert gleichzeitig aber auch als Mittler zwischen ihnen, dem Pflegedienst und dem Vermieter des Hauses. Die Unterbringung wird laut Neuhaus über die Pflegekasse finanziert. Die genauen Kosten ergeben sich aus denen für den Wohnraum und dem individuellen Bedarf der Bewohner. „Insgesamt wird es im Vergleich zu einem Pflegeheim verständlicherweise teurer", sagte Neuhaus. Professionalismus in der Pflege Demütigung im Pflegeheim: Bestnoten für die Täterinnen Ausgerechnet in einem der führenden Heime für Demenzkranke wurden Patientinnen auf abscheuliche Weise gedemütigt. Wie konnte das geschehen? Niemand will davon gewusst haben. Wirklich? «Das ist aussergewöhnlich, dass weder beim verantwortlichen Kader noch unter den Angestellten jemand etwas gesehen hat», sagt Kurt Meier, Direktor der insgesamt zehn Stadtzürcher Pflegezentren und Chef von rund 2000 Mitarbeitenden. Die Selbstkontrolle sei sonst die Stärke in den Teams. Auch im Pflegezentrum Entlisberg in Zürich-Wollishofen mit seinen gegen 400 Angestellten. Im Haus B2, wo die rund 80 Bewohnerinnen und Bewohner in Einer- und Zweierzimmer leben, haben drei Mitarbeiterinnen nackte betagte Patientinnen mit dem Handy gefilmt. Auf einer spezifischen Abteilung für Demenzkranke, die kürzlich Bestnoten von einer externen Stelle erhielt. Der Fall ist aufgeflogen, nachdem zwei Angehörige einer 88-jährigen Patientin feststellten, dass sich die Frau im letzten Jahr bei den Besuchen verängstigt zeigte und es ihr immer schlechter ging. Die Angehörigen erkundigten sich bei ehemaligen Pflegemitarbeitenden, schalteten einen Anwalt ein und recherchierten weiter. Im letzten Dezember erstattete ihr Rechtsanwalt Anzeige. Kantonspolizei sowie Staatsanwaltschaft ermittelten und eröffneten eine Strafuntersuchung. Eine Fachfrau, zwei Assistentinnen Bei den drei Mitarbeiterinnen handelt es sich um eine diplomierte Pflegefachfrau und zwei Pflegeassistentinnen. Es sind laut Meier fachlich qualifizierte und kompetente Personen. Die Frauen sind im Alter zwischen 20 und Mitte 30 Jahre. Alle drei Frauen sind von Stadtrat Robert Neukomm (SP) noch am Dienstag fristlos entlassen worden. Ihnen droht eine Gefängnisstrafe von bis zu drei Jahren. Gemäss Matthias Erne, Anwalt der Angehörigen der 88-jährigen Patientin, sollen weitere Angestellte des Pflegezentrums solche Videofilme mit Handys gedreht haben. Aufgrund von Gesprächen mit ehemaligen Mitarbeitenden ist er zur Überzeugung gekommen, dass sich etliche Angestellte einen Spass daraus machten, Handyfilme von Patienten zu drehen und sie in der Cafeteria und im Ausgang zu zeigen oder mittels MMS zu verschicken. Erne weiss von mindestens drei Filmen: zwei mit je einer Frau und einer mit mehreren Personen. Das war der Heimleitung aber bis gestern nicht bekannt: «Wir hoffen jetzt auf die Staatsanwaltschaft; sie muss herausfinden, ob weitere Mitarbeitende in den Fall involviert sind, vom Video Kenntnis gehabt und die Filme herumgereicht haben», sagt Kurt Meier, Direktor der städtischen Pflegezentren. Daneben sind noch zwei weitere Mitarbeitende des Pflegezentrums von der Arbeit freigestellt worden. Einem Pfleger wird vorgeworfen, tätlich gegen eine Patientin geworden zu sein. Eine Pflegerin soll Wertsachen gestohlen haben. Mitarbeitende zusammengerufen Das Filmen hilfloser Patienten ist einzigartig: Das Handy als Missbrauchs-Instrument im Heim, nicht nur in der Schule wie im Fall Seebach. Bei der Ausbildung müsse man sich jetzt auch dessen bewusst sein, sagt Kurt Meier. Er hat gestern im Entlisberg alle Angestellten in die Pflicht genommen. «Sie müssen künftig Vorkommnisse jeglicher Art melden», so Meier weiter, «auch rückwirkend zum aktuellen Fall.» Laut Kurt Meier gehen im Entlisberg jährlich an die 800 Meldungen von Angehörigen oder Patienten ein. Sie betreffen Dinge, die messbar, die beurteilbar sind, positive wie negative. Das kann ein Lob für die Heimküche sein oder ein Hinweis über ein verlorenes Gebiss. Dieses institutionalisierte Meldewesen dient dazu, die Qualität im Heim zu verbessern. Aber, fragt sich Meier, wie lässt sich erkennen, ob in einem Zimmer Handyaufnahmen gemacht werden? Alles, was still passiere, lasse sich sehr schwer kontrollieren. «Obschon wir ein gutes System haben, haben wir offenbar immer noch zu wenig gemacht.» Meier ist konsterniert. «Da vertraut man uns Menschen an zur Pflege, wir vertrauen dem Personal, damit es die Patienten gut versorgt und dann ereignet sich so etwas. Das ist ein Schock. Diese Mitarbeitenden haben den Beruf verfehlt.» Die Angehörigen von Patienten im Entlisberg haben gestern per Express einen Brief erhalten, in welchem die Heimleitung ihr tiefes Bedauern ausdrückt. Neukomm lässt Vorwürfe abklären Stadtrat Robert Neukomm will nun «energisch» die Vorfälle untersuchen und die Hintergründe genau analysieren, wie er gestern erklärte. Dabei soll auch der Frage nachgegangen werden, ob von den restlichen Mitarbeitenden wirklich niemand etwas gewusst hat. Private Heime Private Heime arbeiten effizienter Wer die Qualität in der Pflege erhalten will, muss mehr Personal einstellen, so eine weit verbreitete Ansicht. Doch nicht die Stellenzahl ist entscheidend, sondern die optimale Personal- und Dienstplanung. Oft lässt sich mit weniger Leuten sogar mehr leisten, weil das Teambewusstsein grösser ist. Mehr Personal bedeutet nicht automatisch bessere Qualität, und bessere Qualität kostet auch nicht einfach automatisch mehr Geld. Da private Heime nicht subventioniert sind, müssen sie sämtliche Kosten über die Einnahmen abwickeln. Im Gegensatz dazu haben die öffentlichen Heime eine Defizitgarantie, wenn es nicht reicht. Die Liegenschaften werden hier oft nicht über die Betriebsrechnung finanziert. Private dagegen müssen mit Eigenmitteln und Krediten bauen und diese Kosten abdecken, dürfen dabei aber nicht teurer sein als öffentliche Heime. Das bedingt ein besseres Kostenmanagement und eine bessere Einteilung der finanziellen Ressourcen. Private Heime arbeiten deshalb oft effizienter und volkswirtschaftlich günstiger. Ein Ansatz zur Kostendämpfung im öffentlichen Bereich wäre, dass Heime und Trägerschaften lernen, mit einer absoluten Kostenwahrheit zu arbeiten. So müsste die ganze Liegenschaftsrechnung über die Betriebsrechnung laufen. Das würde einen gewissen Kostendruck erzeugen, der wirtschaftliche Innovationen fordern und fördern könnte. Private Heime arbeiten nämlich volkswirtschaftlich günstiger, weil sie sich jeden Tag mit dem Controlling und den Finanzen auseinandersetzen müssen, wenn sie konkurrenzfähig bleiben wollen. |
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